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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Berlinerinnen und Berliner!

"Prävention und Früherkennung - eine gemeinsame Aufgabe!"

Psychische Erkrankungen nehmen zu. Sei es in der eigenen Familie, imFreundes- und Bekanntenkreis oder am Arbeitsplatz - nahezu jeder kenntinzwischen einen Betroffenen oder hatte selbst schon einmal mit psychischenStörungen zu kämpfen. Häufig treten am Anfang nur unklare körperliche oderpsychische Symptome auf. Frühzeitig zu erkennen, dass etwas nicht stimmt undprofessionelle Hilfe zu suchen, spielt oft eine wichtige Rolle für denpositiven Krankheitsverlauf. Doch wie erkennen wir psychische Erkrankungen beiuns selbst und bei anderen? Und was können wir tun, um unsere seelischeGesundheit zu schützen?

Oft wird heute im Zusammenhang mit der persönlichen Prävention psychischerErkrankungen von Resilienz gesprochen. Mit verschiedenen Methoden zurStressbewältigung wie Sport, Achtsamkeits- oder Entspannungsübungen kann daseigene "psychische Immunsystem" gestärkt werden. Darüber hinaus ist esentscheidend, Belastungsfaktoren in seinem persönlichen Umfeld zu vermeiden.Gerade in einer Großstadt ist das nicht einfach. Wie schaffen wir uns eineUmgebung, in der wir psychisch gesund bleiben können? Müssen wir uns einfachmehr disziplinieren, gezielt Orte der Ruhe suchen, ab und zu aussteigen?

Erhöhter Stress durch zunehmenden Leistungsdruck, ständige Reizüberflutungund Multitasking - auch am Arbeitsplatz werden die Früherkennung und dieVermeidung psychischer Erkrankungen wichtiger. Führungskräfte müssen daringeschult werden, psychische Störungen von Mitarbeitern zu bemerken undbetriebliche Hilfsangebote aufzeigen zu können. Doch wie lassen sichBelastungsfaktoren vermeiden? Wie geht man mit psychischen Störungen vonanderen Mitarbeitern und Leistungsabfällen um?

Ob in der Kita, der Schule, dem Arbeitsplatz oder im Seniorenheim - diepräventive Förderung der seelischen Gesundheit wird auf allen Ebenengegenwärtig zu einer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe. Nur mit guterVernetzung und Zusammenarbeit von Politik, Fachleuten, Unternehmen und letztlichjedem Einzelnen wird sie zu bewältigen sein.

Wir laden Sie daher herzlich ein, bei der 9. Aktionswoche mit uns allenFragen rund um die seelische Gesundheit nachzugehen, sich zu informieren undauszutauschen. Rund 200 Veranstaltungen - Workshops, Vorträge, Fachtagungen,Ausstellungen, Konzerte und vieles mehr - warten auf Sie. Wohngemeinschaften,Begegnungsstätten und stationäre Kliniken öffnen ihre Türen für Besucherund informieren über psychische Krankheitsbilder, Behandlungsmöglichkeiten undsoziale Unterstützung.

Die Förderung unserer seelischen Gesundheit geht uns alle an - seien auchSie dabei!