Flyer Diplom-Psychose

Diplompsychose und andere Quali-fiktionen

Der Saal im Kleisthaus war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Künstler des BPE-Kulturnetzwerks am 7. Oktober in Berlin auftraten. Im Rahmen der 3. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit hatte das Kulturnetzwerk gemeinsam mit dem Aktionsbündnis zu einem bunten Kulturabend zum Zuhören, Lachen, Staunen und Nachdenken eingeladen. Die Künstler waren aus ganz Deutschland angereist und begeisterten das Publikum mit einem Potpourri aus Kabarett, Musik und Lesungen.

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Reinhardt Wojke aus Berlin präsentierte bekannte Melodien mit eigenen Texten, in denen er mit Witz und Humor das Leben und die Wünsche von Psychiatrie-Erfahrenen thematisierte. Annette Wilhelm gab dem Berliner Publikum Einblicke in die Welt der Putzfrau Erna Krautwinkel und erläuterte in ihrem Kabarettstück „Diplom-Psychose“, was sich hinter der Abkürzung „Dipl.-Psych.“ tatsächlich verbirgt. Unter dem Titel „Ich darf das, ich bin krank“ trat die Dresdner Künstlerin Karla Kundisch auf und präsentierte ihre nachdenklichen, aber auch immer wieder humorvollen Gedichte.

Matthias Weber beim HarfenspielEin weiteres Highlight des Abends war der Auftritt von Matthias Weber. Der freie Liedermacher aus Trier bezauberte mit stimmungsvollem Harfenspiel und nahm den Auftritt in den Räumlichkeiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Anlass, eine neue Komposition zum Thema „Arbeit (-slosigkeit)“ vorzutragen. Klaus Matern aus Stralsund stellte Kostenproben aus seinem neuen Buch „Die Mücke sucht einen Mann“ vor und Thomas Hecht präsentierte seine Gedanken zum Thema „Seelische Gesundheit“.

Neben den Beiträgen des Kulturnetzwerks des Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrene hat nicht zuletzt die Gastfreundschaft des Kleisthauses, das regelmäßig unter dem Motto „Da kann ja jeder kommen“ zu unterschiedlichen Kulturevents einlädt, zum Gelingen dieses bunten Kulturabends beigetragen. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hatte die Bundesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen, Katrin Evers-Meyer, übernommen. Durch den Abend führte Ruth Fricke, Mitglied im BPE-Vorstand.